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M&A-Abschluss: Warum der Jahreswechsel entscheidend sein kann

Thomas Schröter • 31. Dezember 2024

In vielen Fällen spielen steuerliche Überlegungen eine wichtige Rolle bei der Planung von Unternehmensverkäufen. Ein Abschluss vor Jahresende kann erhebliche Vorteile mit sich bringen – sowohl für Käufer als auch für Verkäufer. In einem Projekt konnten wir diese Dynamik erfolgreich nutzen:

Nachdem wir den Käufer von der Dringlichkeit eines zeitnahen Abschlusses überzeugt hatten, gelang es uns, auch in der Hochphase des Jahreswechsels einen Notar zu finden, der bereit war, den Kaufvertrag noch am 31. Dezember zu beurkunden. Die letzten Details wurden am Vormittag direkt vor der Beurkundung verhandelt. Ein solcher „Last-Minute-Deal“ ist nicht nur selten, sondern auch ein Paradebeispiel für eine fokussierte und zielgerichtete Zusammenarbeit aller Parteien – ein echter Erfolg!


Klare Deadlines als Erfolgsfaktor

Unabhängig von steuerlichen Fristen zeigt sich: Das Setzen eines klaren Termins für den Abschluss eines Verkaufs ist ein effektives Mittel, um den Transaktionsprozess zu beschleunigen. Deadlines schaffen Verbindlichkeit und motivieren alle Beteiligten, Entscheidungen zügig zu treffen und Hindernisse rechtzeitig aus dem Weg zu räumen.

Gerade auf Käuferseite kann dies entscheidend sein, um die interne Abstimmung und die Freigaben für die Transaktion zu gewährleisten. Meine Erfahrung zeigt, dass Projekte mit klar definierten Abschlusszielen weniger anfällig für Verzögerungen sind – ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Umsetzung.


Fazit

Ein gut geplanter M&A-Prozess lebt von klaren Meilensteinen. Ein festgelegter Abschlusstermin – wie der Jahreswechsel – ist dabei nicht nur eine organisatorische Notwendigkeit, sondern oft auch ein strategisches Werkzeug. Mit der richtigen Vorbereitung und Entschlossenheit können selbst komplexe Transaktionen in kürzester Zeit zum Erfolg geführt werden.


von Thomas Schröter 28. Februar 2025
Gemeinsam mit hochkarätigen M&A-Expert:innen aus Konzernen, Mittelständischen Unternehmen, Geschäftsbanken, Private Equity-Gesellschaften und der Beratung haben wir die neuesten Entwicklungen im M&A-Geschehen intensiv durchleuchtet – praxisnah, fundiert und immer aus mehreren Perspektiven.
von Thomas Schröter 24. Februar 2025
M&A-Transaktionen waren schon immer komplex und aufwendig – nicht zuletzt aufgrund der intensiven Vorbereitung seitens des Verkäufers. Wird diese Vorbereitung vernachlässigt, können längere Prüfprozesse, unerkannte Risiken und letztlich Bewertungsabschläge die Folge sein. Heute zählt zudem die ESG-Due Diligence – also die systematische Prüfung von Nachhaltigkeitsaspekten – zunehmend zu den unverzichtbaren Bausteinen im M&A-Prozess. Doch was steckt genau dahinter und wie bereitet man sich optimal darauf vor? Gegenstand der ESG-Due Diligence Die ESG-Due Diligence erweitert die klassische Due Diligence, indem sie die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens in den Bereichen Environmental, Social und Governance (ESG) untersucht. Ziel ist es, sowohl Risiken als auch Chancen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten aufzudecken. Insbesondere in der digitalen Wirtschaft, wo der ökologische Fußabdruck oft geringer ist als in der klassischen Industrie, rücken Themen wie digitale Verantwortung, Datenschutz, Cybersicherheit, ethische KI und faire Arbeitsbedingungen in den Vordergrund. Schwerpunkte der ESG-Due Diligence für Softwareunternehmen und IT-Dienstleister Environmental (Umwelt) Energieeffizienz & CO₂-Fußabdruck: Optimierung des Stromverbrauchs von Rechenzentren und Servern Einsatz erneuerbarer Energien in Hosting- und Cloud-Diensten Nachhaltige IT-Infrastruktur: Ressourcenschonende Softwareentwicklung durch effizienten Code IT-Geräte-Lifecycle-Management, Recycling-Strategien und der Einsatz refurbished Hardware Green IT: Nutzung nachhaltiger Cloud-Anbieter mit grünen Rechenzentren Social (Soziales) Datenschutz & IT-Sicherheit: Einhaltung relevanter Datenschutzgesetze (z. B. DSGVO, CCPA) Robuste Cybersicherheitsmaßnahmen und effektive Incident-Response-Prozesse Arbeitskultur & Mitarbeiterrechte: Förderung von Diversity, Equity & Inclusion (DEI) Etablierung moderner Remote-Work-Richtlinien und Maßnahmen zur Work-Life-Balance Ethische KI: Transparenz und Fairness in algorithmusgestützten Systemen Maßnahmen zur Vermeidung von Bias in KI-Anwendungen Lieferkettentransparenz: Prüfung der ESG-Konformität von Drittanbietern und Outsourcing-Partnern Governance (Unternehmensführung) Corporate Governance & Compliance: Implementierung von Whistleblowing-Richtlinien und Antikorruptionsmaßnahmen Transparente Berichterstattung und Vermeidung von Interessenkonflikten Lizenz- und Open-Source-Compliance: Überwachung der Nutzung von Open-Source-Software gemäß Lizenzvorgaben Vorbeugung rechtlicher Risiken durch saubere Lizenzierungspraktiken Stakeholder-Kommunikation & ESG-Reporting: Klare Darstellung der ESG-Strategie und Zielsetzungen Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten nach anerkannten Standards (z. B. GRI, SASB) Fallstricke und Herausforderungen Datenverfügbarkeit: Viele IT-Unternehmen verfügen über unstrukturierte ESG-Daten, insbesondere in Umweltfragen. Unterschätzung des Energieverbrauchs: Cloud-basierte Dienstleistungen können einen erheblichen CO₂-Fußabdruck verursachen. Regulatorische Unsicherheiten: Datenschutzgesetze und die aufkommende KI-Regulierung entwickeln sich rasant weiter. Komplexe Lieferketten: Global agierende Outsourcing-Partner oder die Zusammenarbeit mit Offshore Unternehmen erschweren die Prüfung der ESG-Compliance. Greenwashing: Unternehmen bezeichnen sich teils als „grün“, ohne belastbare Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen. Fazit Auch wenn Softwareunternehmen und IT-Dienstleister in klassischen Umweltkategorien oft geringere Belastungen aufweisen, stellen Datenschutz, Cybersicherheit, ethische KI und faire Arbeitsbedingungen zentrale ESG-Risiken dar. Eine umfassende ESG-Due Diligence muss daher alle diese Aspekte berücksichtigen. Investoren und Unternehmen sollten sich bewusst sein, dass ESG-Faktoren erheblichen Einfluss auf die langfristige Wertentwicklung haben können. Die gute Vorbereitung bereits im Vorfeld des eigentlichen Transaktionsprozesses ist daher dringend zu empfehlen. Ein gezielter Transaktions-Readiness-Check sowie eine rechtzeitige Pre-Sale-Due Diligence helfen dabei, unnötige Hindernisse, Risiken und Bewertungsabschläge zu vermeiden und nachhaltigen Erfolg zu sichern.
von Thomas Schröter 4. Februar 2025
Human Capital Assets sind wichtige Werttreiber beim Unternehmensverkauf. Deshalb sind Strategien gegen Abwerbung im M&A-Prozess unerlässlich. Hier einige Punkte, die man berücksichtigen sollte.
von Thomas Schröter 21. Januar 2025
Wie "Human Capital Assets" gezielt hervorgehoben und wertsteigernd in den Verkaufsprozess eingebracht werden können.
von Thomas Schröter 18. Dezember 2024
M&A als Wachstumstreiber Ein Unternehmer kam auf mich zu. Sein mittelständisches Softwareunternehmen hatte Schwierigkeiten, das nötige Kapital für Wachstum zu sichern: VCs forderten höhere Wachstumsraten, Banken verweigerten Kredite, und die Internationalisierung aus eigener Kraft war zu langsam. Gemeinsam entwickelten wir eine Strategie, um einen strategischen Partner zu finden. Das Ergebnis: Der Verkauf an ein US-amerikanisches Softwareunternehmen eröffnete nicht nur neue Märkte, sondern verschaffte dem Unternehmen die nötigen Ressourcen für nachhaltiges Wachstum. M&A als Lösung für die Nachfolge Die Nachfolgeregelung ist eine weitere zentrale Herausforderung. In einem Fall entschied sich die Tochter eines meiner Mandanten gegen die Übernahme seiner IT-Beratung. Interne Kandidaten kamen ebenfalls nicht in Frage, und für ein Management-Buy-in fanden sich keine passenden Manager. Durch eine fokussierte Suche fanden wir einen Käufer, der das Unternehmen mit seinem Expertenteam erfolgreich übernahm. Der Unternehmer konnte beruhigt in den Ruhestand gehen, während Mitarbeiter und Kunden von der neuen Führung profitierten. Fazit: Frühzeitig strategisch denken Für IT-Unternehmen, die wachsen oder eine Nachfolgeregelung anstreben, ist M&A ein entscheidender Erfolgsfaktor. Ein erfahrener Berater hilft, frühzeitig Optionen zu identifizieren, strategische Ziele zu definieren und den Verkaufsprozess optimal vorzubereiten. So wird M&A die Grundlage für eine Win-Win-Situation und zum Schlüssel für langfristigen Erfolg – für alle Beteiligten.
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